Was sind Blutstammzellen
Der Begriff „Stammzellen“ gilt sowohl für die embryonalen Stammzellen (Ursprungszellen eines ungeborenen Kindes) wie auch für die adulten Stammzellen, die jeder Mensch hat.
Embryonale Stammzellen haben die herausragende Eigenschaft, sich je nach Bedarf zu ganz unterschiedlichen Zellen (mehr als 200 verschiedene Gewebearten) weiter zu entwickeln.
Adulte Stammzellen besitzen diese spezifische Eigenschaft nicht mehr, sie haben dennoch ganz wichtige Aufgaben: Sie sind fähig, sich in die verschiedenen Blutzellen (rote & weisse Blutkörperchen sowie Blutplättchen) und Abwehrzellen des Immunsystems weiter zu entwickeln.
Da die ausgereiften Blutzellen nur eine begrenzte Lebensdauer haben, müssen sie nach einer gewissen Zeit ersetzt werden. Deshalb ist es wichtig, dass immer wieder gesunde Blutstammzellen gebildet werden, die sich erneuern können und so den Nachschub an funktionstüchtigen Blutzellen sichern.

Ist nun die Funktion der Blutstammzellen gestört, werden zu viele (oder auch zu wenig) und meist entartete Blutzellen produziert. Somit ist, je nach Störung, die Erfüllung der Aufgaben von Blutzellen nicht mehr gewährleistet.
Im Zusammenhang mit der Blutstammzellspende geht es nie um embryonale, sondern immer nur um adulte Stammzellen, die sogenannten hämatopoietischen (blutbildenden) Stammzellen. Um eine allfällige Verwechslung mit embryonalen Stammzellen zu vermeiden, werden sie als „Blutstammzellen“ bezeichnet.

